Orgel in Gauerstadt

Auf seiner Orgelfahrt durch Oberfranken musizierte Frauenkirchenkantor Matthias Grünert am 23.07.2021 an der historischen Orgel zu Gauerstadt Bachs Praeludium und Fuge B-Dur BWV 560 aus den Acht kleinen Praeludien und Fugen.

Die Barockorgel in Gauerstadt wurde von Johann Caspar Haueis (Coburg) und Johann Georg Hofmann (Neustadt/Coburg) um 1800 erbaut. Bemerkenswert ist neben der original erhaltenen Bausubstanz der für diese kleinere Orgel außergewöhnliche Posaunenbass 32‘, der diese Orgel zu einem besonderen Klangdenkmal macht.  Bis in heutige Tage ist Johann Sebastian Bachs Vorliebe für ein kraftvolles Bassfundament bekannt und empfahl damals womöglich auch für die dörfliche Barockorgel im nicht weit entfernten Lahm/Itzgrund eine Posaune 32‘. In diesem Sinne nimmt sich Bachs – oder zumindest aus dessen Umfeld entstammende - kleine Orgelkomposition auf der Gauerstadter Orgel ganz und gar klangauthentisch aus.